„Du bist ein Gott, der mich anschaut!“ Dieser Satz der Jahreslosung begleitet uns durch 2023. Er gilt nicht nur im Januar, sondern auch im Frühjahr, im Sommer bis in den Herbst!
Ich habe ihn „im Gepäck“, wenn wir, Mitglieder des Bezirkskirchenrates, in den nächsten Monaten mit Ihnen das nächste Kapitel des Strategieprozesses ekiba32 aufschlagen und auf die kirchlichen Gebäude blicken.
Nicht alle Gemeindehäuser, Pfarrhäuser, ja auch nicht alle Kirchen können weiterhin von finanziellen Mitteln unsere Landeskirche bezuschusst werden. Deswegen müssen wir überlegen und entscheiden, welche anderen Möglichkeiten wir finden, Gebäude zu finanzieren, mit anderen zu teilen, zum Beispiel in ökumenischen oder kommunalen Kooperationen.
Aber wir werden auch ins Auge fassen, Gebäude abzugeben, wenn der Unterhalt und energetische Maßnahmen sich als zu aufwändig darstellen.
Das dies eine schwierige und auch emotionale Debatte sein wird, das leuchtet wohl schon auf in diesen wenigen Sätzen.
Mehr Sätze, ja ausführliche Informationen erhalten die Leitungsgremien aller Gemeinden im Laufe des ersten Halbjahres 2023. Wir informieren, diskutieren und holen uns die Ideen und Rückmeldungen Ihrer Gemeindeleitungen ein.
„Du bist ein Gott, der mich anschaut!“
Es ist für mich tröstlich, mutmachend, mit diesem biblischen Satz im Gepäck und im Herzen durch dieses Jahr zu gehen. Gott sieht uns! Jeden Einzelnen. Jede Einzelne. Alles, was bewegt und belastet. Gott stiftet Beziehung mit diesem liebevollen Blick.
Und für Beziehungen möchte ich werben! Auch in schwierigen Debatten – schlussendlich geht es um Beziehungen: Zueinander, zu Gott, zu der Welt in nah und fern.
Gebäude schenken Heimat, beherbergen, wärmen. Aber nicht die Mauern und Steine an sich. Sondern durch die Menschen, die in diesen Gebäuden in Beziehungen stehen, sich anschauen, wahrnehmen, und sich Gott zuwenden. Sein leuchtendes Antlitz schenkt Segen!